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Übung und Ausbildung

Herbstübung in Oberbairing

Georg Pröll zur Übersicht

Brand Gewerbe, mehrere eingeschlossene Personen und vermisste Kinder: Unter diesem realitätsnahen Szenario fand Anfang Oktober die diesjährige Herbstübung der FF Oberbairing gemeinsam mit der FF Altenberg bei Linz, FF Hellmonsödt und dem Roten Kreuz Gallneukirchen statt.

Herausfordernde Übungsannahme

Angenommen wurde ein Brand im Gewerbebetrieb der Firma Rabmer. Besonders herausfordernd: Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs fand auf dem Firmengelände das beliebte Ferienspiel der Gemeinde Altenberg statt. Mehrere Kinder und Betreuungspersonen wurden im verrauchten Gebäude vermisst und konnten sich nicht selbstständig ins Freie retten.

Bereits vier Minuten nach der Alarmierung traf die FF Oberbairing mit dem Rüstlöschfahrzeug und Kleinlöschfahrzeug als erste Feuerwehr am Übungsort ein. Einsatzleiter und Gruppenkommandant verschafften sich umgehend einen Überblick über die Lage und leiteten die ersten Maßnahmen ein. Der erste Atemschutztrupp rückte umgehend zur Menschenrettung und Personensuche in das verrauchte Gebäude vor. Zeitgleich wurde die erste Wasserversorgung aufgebaut und der Löschangriff vorbereitet.

Wenige Minuten später traf die FF Altenberg bei Linz mit Tanklöschfahrzeug, Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung und Kommandofahrzeug ein. Dadurch konnten zwei weitere Atemschutztrupps eingesetzt und die Suche nach den vermissten Personen intensiviert werden.

Auch die FF Hellmonsödt rückte mit dem Tanklöschfahrzeug an und stellte einen weiteren Atemschutztrupp für die Personensuche und Menschenrettung zur Verfügung.

Während des laufenden Einsatzes machten sich Bürgermeister Mag. Michael Hammer und Unternehmensinhaberin Ulrike Rabmer-Koller ein Bild von der Lage und dem Übungsablauf.

Rotes Kreuz übernimmt die Versorgung

Wie auch bei einem realen Einsatz wurde das Rote Kreuz Gallneukirchen zur Übung alarmiert und rückte mit insgesamt fünf Fahrzeugen aus. Darunter befanden sich drei Rettungsfahrzeuge mit Sanitäterinnen und Sanitätern sowie ein Offizier vom Dienst und ein Übungsbeobachter.

Die Einsatzkräfte übernahmen die Erstversorgung der geretteten Personen, richteten ein entsprechendes Patientenleitsystem mit Triage ein und organisierten für das Übungsszenario auch den weiteren, theoretisch dargestellten Abtransport der Verletzten in geeignete Krankenhäuser.

Insgesamt standen rund 80 Feuerwehrmitglieder, 15 Mitglieder der Feuerwehrjugend als Schauspieler, 10 Rettungssanitäterinnen, Rettungssanitäter und Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitäter sowie 5 freiwillige Darstellerinnen im Einsatz. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz und allen weiteren Beteiligten waren damit mehr als 110 Personen an der Übung beteiligt.

Wertvolle Erkenntnisse für den Ernstfall

Die anschließende gemeinsame Nachbesprechung direkt am Übungsobjekt diente dazu, den Ablauf zu analysieren und wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Einsätze zu gewinnen.

Besonders hervorgehoben wurde die gute Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Feuerwehren und dem Roten Kreuz. Das organisationsübergreifende Zusammenspiel und die gemeinsame Koordination standen bei der diesjährigen Herbstübung besonders im Mittelpunkt.

Die FF Oberbairing als austragende Feuerwehr bedankt sich herzlich bei allen teilnehmenden Einsatzkräften und Helferinnen und Helfern für die engagierte Zusammenarbeit.

Ein besonderer Dank gilt der Firma Rabmer und Ulrike Rabmer-Koller für die Zurverfügungstellung des Übungsareals sowie für die Getränkespende.

Ebenso bedanken wir uns bei den Organisatoren Kommandant-Stv. Andreas Höglinger, David Mayr und Manuel Bachl für die Vorbereitung und Durchführung der Übung.

Ein ganz besonderer Dank gilt außerdem der Feuerwehrjugend der FF Oberbairing sowie allen freiwilligen Darstellerinnen.

Nur durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte die Herbstübung 2026 erfolgreich und möglichst realitätsnah durchgeführt werden.